Wenn wir so wollen ist Maxim Pritula ein Weltbürger wie wir ihn uns vorstellen müssen. Ein wahres Paradebeispiel, wie wir es schaffen können grenzüberschreitend und interkulturell Netzwerke und Beziehungen aufzubauen. So war bevor er letztlich nach Deutschland kam und in Erfurt erste wichtige Musikerkontakte knüpfte in Jerusalem unterwegs. Dort verbrachte er als Kind seine Zeit in einem Schulchor, der zu einer jüdisch-orthodoxen Schule gehörte.


Später lernte er in Erfurt die Sängerin von Chapeau Claque und den Produzenten und Musiker Frithjoff. Mit eben jenem Musiker hält er auch heute noch eine enge Beziehung aufrecht, und so kam es, dass Frithjoff sein Debütalbum aufgenommen hat. Doch was genau hören wir jetzt auf seiner Platte, außer den russischen Texten, die wohl nur eine kleine Anzahl von Lesern versteht?
Es handelt sich dabei um den die Ukraine und Odessa typischen Klezmer und eine Mischung aus modernem Singer-Songwriter Stil.

Doch das allein genügt ihm nicht, denn Maxim Pritula baut zusätzlich Blues-Einflüsse und Elemente des Tangos ein. Neben den russischen Texten darf dann natürlich auch die dazugehörige Folklore nicht fehlen und nehmen wir jetzt alle Elemente so zusammen wie sie sind, so hat Maxim daraus ein Album geschaffen, dass in Europa seinesgleichen suchen wird.


Lauschen wir den Titeln “Nashi Serdca” und “Ljudi Umeli Letat” so fällt auf, mit welcher schlichten Schönheit er seine Songs arrangiert und strukturiert hat. Zudem ist es erstaunlich, welch unheimlich große Vorstellungskraft Sprache entwickeln kann, auch wenn wir nicht in der Lage sind diese zu verstehen oder gar ansatzweise zu entschlüsseln. Maxim schafft es gerade auch dadurch ein unstillbare Neugier seiner Musik gegenüber zu wecken. Anfangs meinen wir, wir könnten seinen Songs nicht allzu nahe kommen, weil wir nichts verstehen. Doch genau das ist es, was uns dazu bewegt, dass wir uns noch mehr mit diesem Künstler beschäftigen. Das Geheimnisvolle steht ihm gut zu Gesicht und seine Musik lässt daraus eine überaus große Anziehungskraft entstehen.



13. Dezember 2013   Niklas Kolell


https://www.soundkartell.de/maxim-pritula-geheimnisvoller-ukrainischer-solokunstler/


Bildung


2019

Master of Arts

Kultur -und -Literaturwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin


2013

Bachelor of Fine Arts

Bauhaus-Univesität Weimar



Veröffentlichungen


2013

Veröffentlichung "IGRA"

DIA via. Analogsoul Leipzig



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